Exhibitions | current & upcoming
solo exhibition

Geometric Love | Esther Stocker

13. Mai – 10. Juli
gezwanzig | TYROL

Geometrie als Sprache

Esther Stocker arbeitet mit Linien, Rastern und rechten Winkeln – ausschließlich in den Nichtfarben Schwarz und Weiß. Diese reduzierte visuelle Sprache ist kein Selbstzweck, sondern Mittel: Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass kleinste Eingriffe größtmögliche Wirkung entfalten können.

Ordnung und ihre Auflösung

Minimale Verschiebungen im Raster genügen, um das scheinbar Stabile ins Wanken zu bringen. Stocker nutzt die Robustheit geometrischer Formen, um die Bedingungen für ihre völlige Auflösung zu schaffen – das Raster, das Orientierung versprechen sollte, wird zum Instrument der Desorientierung.

System und Subversion

„Ich nutze die Präzision eines Systems, um das System selbst zu hinterfragen”, formuliert Stocker ihr Anliegen. Geometric Love lädt zu einer Reflexion ein, die über die Geometrie hinausgeht: über die Strukturen und Ordnungen, die unser Leben bewusst und unbewusst organisieren.

Zur Künstlerin

Esther Stocker, 1974 in Italien geboren, lebt und arbeitet in Wien. Sie gehört zu den profiliertesten Vertreterinnen eines zeitgenössischen geometrisch-konstruktivistischen Ansatzes und wird von der Galerie Krobath, Wien, vertreten.

solo exhibition

JAKOB GASTEIGER | Jakob Gasteiger

28. Mai – 17. Juli
gezwanzig | VIENNA

Malerei als materielles Denken

Jakob Gasteiger ist eine Schlüsselfigur der radikalen Malerei – einer internationalen Kunstbewegung, die seit den 1980er Jahren die Grundlagen des Mediums hinterfragt. Seine Werke tragen keine Bilder oder Symbole; sie sind das direkte Ergebnis eines Prozesses: strukturiert mit gezahnten Werkzeugen, schichtweise aufgebaut, auf das Wesentliche reduziert.

Geste und Wiederholung

Anstelle des Pinselstrichs verwendet Gasteiger Schaber und Kammspachtel, um pigmentreiche Farbe zu rhythmischen Oberflächen zu verarbeiten. Jedes Gemälde dokumentiert einen konkreten Zeitraum und eine physische Handlung – Dauer, Materialität und Wiederholung werden sichtbar gemacht.

Malerei als Objekt

Seine Werke sind keine Fenster zur Welt, sondern autonome Flächen, die ihre eigene Präsenz behaupten. In dieser Reduktion liegt die Radikalität seines Ansatzes: Malerei als Denken in Materie und Struktur.

Über den Künstler

Jakob Gasteiger, geboren in Österreich, lebt und arbeitet in Wien. Er ist einer der führenden Vertreter der radikalen Malerei, und seine Werke befinden sich in bedeutenden internationalen Sammlungen.

group exhibition

Position +

13. Juni– 5. Juli 2026
gezwanzig projects

Eröffnung: Freitag, 12. Juni um 18 Uhr
Offenes Programm: Freitag, 19. und 26. Juni

Am Rande des 22. Bezirks gibt es einen Platz, den kaum jemand kennt – obwohl sein Name weltpolitische Bedeutung trägt: den Platz der Vereinten Nationen. Dort steht man vor der UN. Hier sagt niemand was, stark weht der Wind und alles ist still. Rundherum Hochhäuser, Glas, Beton, Sicherheitszonen, Kameras, Big Business und internationale Politik. Auf dem Platz selbst: eine schwarze Kirche mit einer durchlöcherten Fassade aus Stahl, der Innenraum aber ganz in Holz und voller Licht.

„UNPLATZ“ ist ein mehrjähriges Projekt, das durch künstlerisch-architektonische Installationen und performative Interventionen Öffentlichkeit schafft. Denn diesem Ort fehlt es nicht an Architektur, sondern an Bedeutung. Diskursräume und Pop-up-Formate setzen genau dort an und reflektieren die UNO-City nach 25 Jahren nicht mehr nur als Sicherheitszone und exterritorialen Raum, sondern als gemeinsamen Ort.

Ein Projekt von Milan Mijalkovic in Zusammenarbeit mit Galerie gezwanzig, Christine Hohenbüchler, und der Donaucity-Kirche.

Beteiligte KünstlerInnen:

Olum Ismael Ismet Basaran, Gregor Eldarb, Time Gates (Ben Gyula Fodor & Dorothee Frank), Gangart (Simonetta Ferfoglia, Heinrich Pichler), Heidulf Gerngross, Wolfgang Gärber, Armina Hatic, Franziska Helmreich, Hai Hogo, Christine & Irene Hohenbüchler, Parsa Khalili, Paul Kitzmüller, Thomas Kranabetter, Gerhard Leixl, Brigitte Mahlknecht, Milan Mijalkovic, Milan Mladenovic, Filip Lav Nikoljski, Julian Palacz, Elisabeth Penker, Roman Pfeffer, , Arnold Reinthaler, Teresa Reiter, Roland Reiter, Markus Benjamin Riedler, Angelo Rowenta, Isabella Salvo, Nino Sakandelidze, STATION ROSE, Céline Struger, Billi Thanner, Maria Vill, Laura Wegscheider, Lena Wendlandt, Osama Zatar.

 

group exhibition

Before and Inside: Three Textured Views

17. Juli – 28. August 2026
gezwanzig | VIENNA

Sabine Bitter und Helmut Weber präsentieren drei fotografische Arbeiten in drei verschiedenen Medien. Z_orb (2000) ist eine kurze digitale Videoarbeit, De Facto (1989/1991) ist eine analoge Fotografie, die durch einen Gelfilter gerendert wurde, und Yazd, Iran (2005) ist eine analoge Fotografie, die als Jacquard-Webung in einer Weberei in der Textilregion Oberösterreich realisiert wurde.

Diese drei materiellen Arbeiten sind durch Bitter/Webers langjährige Praxis der reflektierenden Fotografie verbunden, einer Praxis, die das Potenzial der Fotografie, die zeitgenössische Bildpolitik und die Sozialität des Sehens sowohl hinterfragt als auch nutzt. Diese Arbeiten erweitern das Potenzial der Fotografie, indem sie das Bild durch seine Produktion und Präsentation vermitteln. Gleichzeitig positionieren diese Arbeiten den Betrachter innerhalb des Prozesses des Sehens und der Vermittlung.

Diese Werke, die über drei prägende Jahrzehnte hinweg – von Mitte der 1980er Jahre bis 2005 – entstanden sind, verorten die Fotografie in den Strömungen des sozialen und kulturellen Wandels, sowohl hinsichtlich dessen, was abgebildet wird, als auch hinsichtlich der Art und Weise, wie dies vermittelt und materialisiert wird. Die Videoarbeit Z_orb fängt die Erfahrung eines Körpers ein, der in einem aufblasbaren Plastikball rollt – eine kritische und zugleich humorvolle Auseinandersetzung mit der Aneignung der aufblasbaren Architektur der 1970er- und 1980er-Jahre durch die Freizeitwirtschaft und deren Individualisierung von Erfahrungen. De Facto ist eine analoge Bilderserie, die aus Auto- oder Zugfenstern aufgenommen wurde und Infrastrukturgebäude vorwiegend in ehemaligen Ostblockländern im Moment dieses geopolitischen Wandels zeigt; das Bild wird durch die Verwendung eines Gelfilters verändert, der die Fotografie in ein Gemälde verwandelt, indem er Pinselstriche auf der Bildoberfläche nachahmt. Diese Fotografien dokumentieren als historische Gemälde eine Begegnung mit der Auflösung der Räume und der Architektur des ehemaligen Ostblocks. Yadz, Iran, fotografiert analog den Blick aus einem Fenster mit seinem dekorativen Gitter in Pīr-e Sabz – einem Pilgerort für Zoroastrier – und verwandelt ihn in ein Jacquard-Gewebe, ein Verfahren, das das Bild in eine der ältesten Formen der materiellen Produktion überführt und so die Zeitlichkeiten der Bildproduktion miteinander verknüpft.

Curated by Walter Seidl

No image available
solo exhibition

sewn together | Kata Oelschlägel

30. Juni – 28. Juli 2026
page 84 | Margaretenstraße 101, 1050 Wien

Performance, Video, Fotografie und plastische Form: Kata Oelschlägel erkundet den Körper durch Material, Eingriff und Verwandlung. Faden und Nadel werden zum zentralen Werkzeug – das Nähen als Geste der Verbindung, der Wiederherstellung, aber auch der Verletzung. Ihre Harzskulpturen, durchzogen und zusammengehalten von Fäden, bilden transparente körperliche Architekturen, in denen Bewegung und Spannung sichtbar werden. Der Schnitt wird zur Linie, der Stich zur zeichnerischen Geste.

sewn together ist Kata Oelschlägels erste solo Ausstellung in Kooperation mit page84.

Die Ausstellung ist nur von außen einsehbar, Termine können per E-Mail an office@gezwanzig.com vereinbart werden.

Margaretenstraße 101, 1050 Wien

past | Exhibitions