Geometric Love | Esther Stocker

13.Mai – 10.Juli

Geometrie als Sprache

Esther Stocker arbeitet mit Linien, Rastern und rechten Winkeln – ausschließlich in den Nichtfarben Schwarz und Weiß. Diese reduzierte visuelle Sprache ist kein Selbstzweck, sondern Mittel: Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass kleinste Eingriffe größtmögliche Wirkung entfalten können.

Ordnung und ihre Auflösung

Minimale Verschiebungen im Raster genügen, um das scheinbar Stabile ins Wanken zu bringen. Stocker nutzt die Robustheit geometrischer Formen, um die Bedingungen für ihre völlige Auflösung zu schaffen – das Raster, das Orientierung versprechen sollte, wird zum Instrument der Desorientierung.

System und Subversion

„Ich nutze die Präzision eines Systems, um das System selbst zu hinterfragen”, formuliert Stocker ihr Anliegen. Geometric Love lädt zu einer Reflexion ein, die über die Geometrie hinausgeht: über die Strukturen und Ordnungen, die unser Leben bewusst und unbewusst organisieren.

Zur Künstlerin

Esther Stocker, 1974 in Italien geboren, lebt und arbeitet in Wien. Sie gehört zu den profiliertesten Vertreterinnen eines zeitgenössischen geometrisch-konstruktivistischen Ansatzes und wird von der Galerie Krobath, Wien, vertreten.

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