gallery statement
9. - 13. September 2025

PARALLEL VIENNA ’26

Unter dem Titel »Recursions« präsentiert die Galerie gezwanzig auf der Parallel Vienna ’26 vom 9. bis 13. September Parsa Khalili und Linda Ebert, zwei Künstler:innen, die sich derselben Frage von entgegengesetzten Enden des Spektrums nähern. Khalili, der an der Grenze zwischen Malerei und Architektur arbeitet, nimmt das Gerüst als Ausgangspunkt: Masken, Überlagerungen und Konstruktionslinien verschwinden nicht hinter dem fertigen Bild, sondern bleiben aktiv darin eingeschrieben; der Würfel dient als wiederkehrendes Experimentierfeld für Konstruktion und Auflösung. Ebert hingegen nähert sich derselben Frage über das Raster: Ausgehend von der Malerei bewegt sie sich hin zu Textilien, wo Struktur nicht mehr dargestellt werden muss, sondern durch das Zusammentreffen von Kett- und Schussfäden immer schon vorhanden ist. Beide teilen die Überzeugung, dass Vollendung kein Abschluss ist, sondern ein Zustand, der seine eigenen Entstehungsbedingungen weiterträgt; für sie ist das Provisorische nicht die Vorstufe des Werks, sondern das Werk selbst.